Diese Schulung erfüllt die Anforderungen des Art. 4 der KI-Verordnung. Alle Mitarbeiter, die KI-Systeme nutzen, müssen über ausreichende KI-Kompetenz verfügen.
📋 Schulungsinhalt
1 Was ist Künstliche Intelligenz? (30 Min.)
2 Rechtliche Grundlagen (45 Min.)
3 Datenschutz & Urheberrecht (30 Min.)
4 KI in der QM-Praxis (60 Min.)
5 Qualitätssicherung (30 Min.)
6 Best Practices & Tipps (20 Min.)
📝 Abschlusstest (25 Fragen)
⏱️ Gesamtdauer: ca. 3-4 Stunden
📝 Abschluss: 25 Fragen, Bestehen ab 80% (20 richtig)
🎓 Zertifikat: Bei erfolgreichem Abschluss per E-Mail
📅 Gültigkeit: 1 Jahr (jährliche Auffrischung)
Ihre Daten für das Zertifikat
Modul 1: Was ist Künstliche Intelligenz?
Dauer: ca. 30 Minuten
🎯 Lernziele
KI-Systeme definieren und von normaler Software abgrenzen
Die 7 Merkmale eines KI-Systems kennen
GPAI-Modelle verstehen
Risikoklassen einordnen
1.1 Was ist ein KI-System?
📜 Offizielle Definition (Art. 3 Nr. 1 KI-VO)
"Ein KI-System ist ein maschinengestütztes System, das für einen in unterschiedlichem Grade autonomen Betrieb ausgelegt ist und das nach seiner Betriebsaufnahme anpassungsfähig sein kann und das aus den erhaltenen Eingaben für explizite oder implizite Ziele ableitet, wie Ausgaben wie etwa Vorhersagen, Inhalte, Empfehlungen oder Entscheidungen erstellt werden, die physische oder virtuelle Umgebungen beeinflussen können."
1.2 Die 7 Merkmale eines KI-Systems
✅ 1. Maschinengestützt – Läuft auf Computer/Server
✅ 2. Autonomer Betrieb – Agiert (teilweise) ohne menschliches Zutun
✅ 3. Anpassungsfähig (KANN, nicht MUSS!) – Kann nach Inbetriebnahme lernen
✅ 4. Verfolgt Ziele – Hat explizite oder implizite Ziele
⭐ 5. Ableitungsfähigkeit = KERNMERKMAL!
Leitet aus Eingaben Ergebnisse ab. Geht über einfache Datenverarbeitung hinaus. Das unterscheidet KI von normaler Software!
GPAI = General Purpose AI = KI mit allgemeinem Verwendungszweck
Können viele verschiedene Aufgaben erfüllen
Sind in viele Systeme integrierbar
Beispiele: ChatGPT, Claude, Gemini
KI-Modell vs. KI-System – Der Unterschied
KI-Modell
KI-System
= Motor (unsichtbar)
= Auto (nutzbar)
GPT-4, Claude-Modell
ChatGPT, Claude.ai
Braucht Oberfläche
Funktionsfähige Anwendung
Wichtig: Wir sind BETREIBER, nicht Anbieter. OpenAI, Anthropic, Google sind Anbieter.
1.5 Risikoklassen – Die Pyramide
🔴 VERBOTEN
seit 2.2.2025 – Manipulation, Social Scoring
🟠 HOCHRISIKO
ab 2.8.2026 – HR-Systeme, Biometrie, CE-Kennzeichnung
🟡 TRANSPARENZPFLICHT
seit 2.2.2025 – Chatbots, Deepfakes kennzeichnen
🟢 MINIMALES RISIKO
seit 2.2.2025 – Standard-Anwendungen, nur Art. 4 (KI-Kompetenz)
✅ Unsere Tools = Minimales Risiko
ChatGPT, Claude, Gemini, DeepL → Alle in der grünen Zone!
Keine CE-Kennzeichnung nötig
Keine Konformitätsbewertung
Nur Pflicht: Art. 4 (KI-Kompetenz) ← Diese Schulung!
Modul 2: Rechtliche Grundlagen
Dauer: ca. 45 Minuten
🎯 Lernziele
Die wichtigsten Artikel der KI-VO kennen
Art. 4 (KI-Kompetenz) verstehen
Art. 5 (Verbotene Praktiken) erkennen
Art. 50 (Transparenzpflichten) anwenden
2.1 Die EU KI-Verordnung im Überblick
Offizielle Bezeichnung: Verordnung (EU) 2024/1689 vom 13. Juni 2024
Kurz: Artificial Intelligence Act (AI Act)
Datum
Was gilt?
1. August 2024
Inkrafttreten
2. Februar 2025
Art. 4 (KI-Kompetenz) + Art. 5 (Verbote)
2. August 2025
GPAI-Regeln
2. August 2026
Vollständige Geltung
💰 Strafen bei Verstößen
Bis zu 35 Millionen Euro ODER 7% des weltweiten Jahresumsatzes – je nachdem, was höher ist!
2.2 Artikel 4: KI-Kompetenz (Pflicht seit 2.2.2025!)
📜 Der Gesetzestext
"Die Anbieter und die Betreiber von KI-Systemen ergreifen Maßnahmen, um in ausreichendem Maße die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeiter […] sicherzustellen."
Was bedeutet das konkret? Alle, die KI nutzen, müssen geschult sein!
Geschäftsführung
Berater und Auditoren
Freie Mitarbeiter
JEDEN, der KI nutzt
⚠️ Keine Ausnahme!
Auch bei minimalem Risiko ist Art. 4 Pflicht! Diese Schulung erfüllt Art. 4.
2.3 Artikel 5: Verbotene KI-Praktiken
Diese KI-Anwendungen sind VERBOTEN (seit 2.2.2025):
🚫 1. Unterschwellige Manipulation
KI manipuliert Menschen ohne deren Wissen
🚫 2. Ausnutzung von Schutzbedürftigkeit
Ausnutzung von Alter, Behinderung, Situation
🚫 3. Social Scoring
Bewertung von Menschen nach Verhalten/Merkmalen
🚫 4. Emotionserkennung am Arbeitsplatz
Erkennung von Emotionen am Arbeitsplatz (mit Ausnahmen)
🚫 5. Biometrische Echtzeit-Fernidentifizierung
Gesichtserkennung in Echtzeit im öffentlichen Raum
✅ KEINE SORGE: Wir nutzen NICHTS davon!
Unsere Tools sind alle erlaubt:
ChatGPT → Textgenerierung ✅
Claude → Analyse, Programmierung ✅
DeepL → Übersetzung ✅
Grammarly → Rechtschreibung ✅
2.4 Artikel 50: Transparenzpflichten
Fall
Pflicht
Betrifft uns?
Chatbots
Nutzer muss wissen, dass er mit KI spricht
Ja, bei Kunden-Chatbot
KI-Bilder/Videos
Kennzeichnung "Mit KI erstellt"
Ja, bei Präsentationen
Deepfakes
Kennzeichnungspflicht
Nein
2.5 Artikel 111: Bestandsschutz
💡 Gute Nachricht!
KI-Systeme im Einsatz vor 2. August 2026 haben Übergangszeit.
ABER: Art. 4 + Art. 5 gelten SOFORT!
Modul 3: Datenschutz & Urheberrecht
Dauer: ca. 30 Minuten
🎯 Lernziele
DSGVO bei KI-Nutzung sicher anwenden
Die goldene Regel kennen
Lieferantenbewertungen korrekt erstellen
Urheberrecht bei KI-Outputs beachten
3.1 Datenschutz (DSGVO) bei KI
⭐ Die goldene Regel
"FIRMA JA, PERSONEN NEIN, LIEFERANTEN PRAGMATISCH"
✅ ERLAUBT
Firmennamen
Branche
Rollen (QMB, GF)
Allgemeine Infos
❌ VERBOTEN
Personennamen
E-Mail-Adressen
Telefonnummern
Geburtsdaten
✅ ERLAUBT:
"Erstelle einen Auditbericht für die Müller Transport GmbH in München.
Der Geschäftsführer und der QM-Beauftragte waren anwesend."
❌ VERBOTEN:
"Geschäftsführer Herr Hans Müller (mueller@firma.de, Tel. 089-1234567)
war anwesend."
→ Richtig wäre:
"Der Geschäftsführer war anwesend." (Nur Rolle, kein Name!)
3.2 Lieferantenbewertung – Die Praxis
⚠️ Problem
Lieferantenbewertungen MÜSSEN konkrete Namen enthalten, sonst nutzlos!
✅ Lösung: Template-Methode (EMPFOHLEN)
KI erstellt Struktur mit Platzhaltern
Kunde trägt selbst Namen/Nummern ein
Prompt:
"Erstelle eine Lieferantenbewertungsmatrix nach ISO 9001:2015
mit Kriterien: Qualität (40%), Liefertreue (30%), Preis (20%), Service (10%).
Erstelle Platzhalter für 8 Lieferanten (Lieferant 1-8)."
KI liefert:
| Lieferant | Qualität | Liefertreue | Preis | Service | Gesamt |
|-------------|----------|-------------|-------|---------|--------|
| Lieferant 1 | [____] | [____] | [____]| [____] | [____] |
| Lieferant 2 | [____] | [____] | [____]| [____] | [____] |
→ Kunde ergänzt dann echte Namen oder interne Nummern!
3.3 Urheberrecht bei KI-Outputs
1. KI-Output ist NICHT automatisch geschützt
KI kann keine Urheberrechte haben
2. KI kann geschützte Werke reproduzieren
KI wurde mit geschützten Werken trainiert
3. Menschliche Bearbeitung schafft Schutz
Wenn Sie substanziell überarbeiten → Ihr Werk!
📋 Unsere Praxis
Schritt 1: KI-Output = ENTWURF (nie 1:1 übernehmen!)
Schritt 2: Substanzielle Überarbeitung (fachliche Ergänzungen, eigene Formulierungen)
Schritt 3: Eigenständiges Werk (nach Überarbeitung: Ihr Werk!)
❌ FALSCH:
ChatGPT: "Eine Verfahrensanweisung regelt den Ablauf..."
Sie: [1:1 kopieren in Kundendokument]
✅ RICHTIG:
ChatGPT: "Eine Verfahrensanweisung regelt den Ablauf..."
Sie: "Bei der Müller GmbH regelt die VA-DOK-01 die Dokumentenlenkung
gemäß ISO 9001:2015 Kap. 7.5. Zuständig ist der QMB..."
Modul 4: KI in der QM-Praxis
Dauer: ca. 60 Minuten
🎯 Lernziele
Effektive Prompts formulieren
QM-Handbücher mit KI erstellen
Audit-Berichte KI-gestützt verfassen
Häufige Fehler vermeiden
4.1 Effektive Prompts schreiben
Die 5 Elemente eines guten Prompts
Rolle: Wer soll die KI sein?
Aufgabe: Was soll gemacht werden?
Kontext: Für wen? Welcher Rahmen?
Format: Wie soll das Ergebnis aussehen?
Stil: Welcher Ton? Welche Sprache?
❌ Schlechter Prompt
"Mach mir einen Auditbericht"
Problem: Zu unspezifisch
✅ Guter Prompt
"Du bist ein ISO 9001 Lead Auditor. Erstelle einen Auditbericht für eine Metallbaufirma mit 30 Mitarbeitern..."
Beispiel: Guter Prompt für Auditbericht
"Du bist ein ISO 9001 Lead Auditor. Erstelle einen Auditbericht
für die Erstaudit einer Metallbaufirma mit 30 Mitarbeitern.
Der Bericht soll folgende Struktur haben:
1. Unternehmensdaten
2. Audit-Scope
3. Audit-Team
4. Festgestellte Stärken (3-5)
5. Verbesserungspotenziale (3-5)
6. Abweichungen (falls vorhanden)
7. Zusammenfassung
8. Empfehlung
Verwende professionellen, aber verständlichen Ton.
Länge: ca. 3-4 Seiten."
4.2 Workflow für QM-Dokumente
1
Struktur erstellen lassen
KI erstellt Gliederung und Kapitelübersicht
2
Kapitel für Kapitel ausarbeiten
Jeden Abschnitt einzeln mit KI bearbeiten
3
Unternehmenskontext einfügen
Sie ergänzen: Firmennamen, Prozesse, Verantwortlichkeiten
4
ISO-Abgleich
KRITISCH: Jeden Punkt gegen Norm prüfen!
5
Kunde abstimmen
Vor Finalisierung mit Kunde/QMB besprechen
4.3 Häufige Fehler vermeiden
❌ Fehler
✅ Lösung
KI 1:1 übernehmen
Immer überarbeiten und anpassen
Sensible Daten eingeben
Template-Methode, Platzhalter nutzen
Halluzinationen nicht erkennen
Gegen Originalquelle prüfen
Zu allgemeine Prompts
5-Elemente-Methode nutzen
Keine Qualitätskontrolle
Checkliste verwenden
Modul 5: Qualitätssicherung
Dauer: ca. 30 Minuten
🎯 Lernziele
Halluzinationen erkennen
Human-in-the-Loop verstehen
10-Punkte-Checkliste anwenden
5.1 Was sind Halluzinationen?
⚠️ Definition
Halluzination = KI erfindet plausibel klingende, aber FALSCHE Informationen
Typische Beispiele:
Erfundene ISO-Normen
Nicht existierende Gesetzestexte
Falsche Zahlen und Statistiken
Erfundene Quellenangaben
Nicht existierende Kapitel-Nummern
❌ Beispiel: Erfundene ISO-Norm
Prompt: "Welche ISO-Norm regelt Cybersicherheit?"
KI: "Die ISO 27018 regelt Cybersicherheit in Unternehmen."
Realität:
- ISO 27001 = Informationssicherheit ✅
- ISO 27018 = Datenschutz in Cloud (nicht Cybersicherheit!)
- KI hat "geraten" und falsch gelegen
❌ Beispiel: Erfundenes Gesetz
Prompt: "Welches Gesetz regelt KI in Deutschland?"
KI: "Das deutsche KI-Gesetz (DEAIG) vom 01.01.2024..."
Realität: Es gibt KEIN "DEAIG" - komplett erfunden!
5.2 Warnsignale erkennen
🚨 Verdächtig sind:
Sehr spezifische Zahlen ("Genau 47,3% der Unternehmen...")
Exakte Datumsangaben (wenn Sie das Datum nicht kennen)
Erstelle Audit-Findings im folgenden Format:
Beispiel 1:
Finding: Fehlende Kalibrierung der Messmittel
Norm: ISO 9001:2015 Kap. 7.1.5.2
Beschreibung: Bei der Überprüfung wurde festgestellt, dass 3 von 8
Messschiebern keine Kalibrierungsnachweise aufweisen.
Empfehlung: Systematischen Kalibrierungsplan erstellen und umsetzen.
---
Erstelle nun 3 weitere Findings für: Dokumentenlenkung,
Lieferantenbewertung, Interne Audits
6.3 Rollen-Prompting
Geben Sie der KI eine spezifische Rolle:
"Du bist ein Lead Auditor mit 20 Jahren Erfahrung in der Automobilindustrie."
"Du bist ein QM-Berater, der sich auf kleine Handwerksbetriebe spezialisiert hat."
"Du bist ein ISO 9001 Experte mit Schwerpunkt Dokumentenlenkung."
6.4 Multi-Tool-Ansatz
Tool
Stärke
Einsatz
ChatGPT
Kreativ, vielseitig
Entwürfe, Brainstorming
Claude
Analytisch, Code
Komplexe Analysen, Programmierung
DeepL
Übersetzung
Internationale Dokumente
Grammarly
Rechtschreibung
Final-Check
💡 Tipp: Kombinieren Sie! ChatGPT für Entwurf → Claude für Verbesserung → DeepL für Übersetzung → Grammarly für Final-Check
6.5 Dos and Don'ts
✅ DOs
Spezifisch sein
Kontext geben
Iterativ arbeiten
Immer prüfen
Beispiele nutzen
❌ DON'Ts
Blind vertrauen
1:1 übernehmen
Sensible Daten eingeben
Zu vage sein
Ohne Kontrolle arbeiten
🎓 Schulung abgeschlossen!
Sie haben alle 6 Module durchgearbeitet.
Jetzt folgt der Abschlusstest mit 25 Fragen.
Bestehensgrenze: 80% (20 von 25 richtig)
📝 Abschlusstest
Beantworten Sie die folgenden 25 Fragen. Sie benötigen mindestens 20 richtige Antworten (80%) zum Bestehen.
⚠️ Keine Hilfsmittel! Keine Schulungsunterlagen, keine KI während des Tests.
Teil 1: Grundlagen
Frage 1: Welches ist das KERNMERKMAL eines KI-Systems?
A) Maschinengestützt
B) Ableitungsfähigkeit (Inference)
C) Anpassungsfähigkeit
D) Autonomer Betrieb
Frage 2: Welche Aussage über KI-Systeme ist FALSCH?
A) Ein KI-System muss nach Inbetriebnahme anpassungsfähig sein
B) Ein KI-System kann aus Eingaben Ausgaben ableiten
C) Ein KI-System beeinflusst physische oder virtuelle Umgebungen
D) Ein KI-System ist maschinengestützt
Frage 3: Welches System ist KEIN KI-System?
A) ChatGPT
B) Eine Excel-Datei mit =SUMME(A1:A10)
C) DeepL Übersetzer
D) Grammarly
Frage 4: Was bedeutet GPAI?
A) German Public AI
B) General Purpose Artificial Intelligence
C) Global Private AI Institute
D) Generated Predictive AI
Frage 5: Was ist der Unterschied zwischen KI-Modell und KI-System?
A) Ein KI-Modell ist größer als ein KI-System
B) Ein KI-System ist nur die Benutzeroberfläche
C) Ein KI-Modell ist das technische Herzstück, ein KI-System die funktionsfähige Anwendung
D) Es gibt keinen Unterschied
Frage 6: Welche Rolle hat QM-Dienstleistungen bei ChatGPT, Claude und Gemini?
A) Anbieter der KI-Modelle
B) Betreiber der KI-Systeme
C) Entwickler der Algorithmen
D) Keine Rolle
Frage 7: In welche Risikoklasse fallen unsere KI-Tools?
A) Verbotene KI
B) Hochrisiko-KI
C) Begrenztes Risiko (Transparenzpflicht)
D) Minimales Risiko
Teil 2: Rechtliche Grundlagen
Frage 8: Seit wann gilt Artikel 4 (KI-Kompetenzpflicht)?
A) 1. August 2024
B) 2. Februar 2025
C) 2. August 2026
D) 2. August 2027
Frage 9: Wie hoch sind die maximalen Strafen bei Verstößen?
A) Bis zu 10 Millionen Euro
B) Bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des Jahresumsatzes
C) Bis zu 35 Millionen Euro oder 7% des Jahresumsatzes
D) Bis zu 50 Millionen Euro oder 10% des Jahresumsatzes
Frage 10: Was fordert Artikel 4 der KI-Verordnung?
A) Nur Hochrisiko-Systeme brauchen Schulungen
B) Alle Mitarbeiter, die KI nutzen, müssen geschult sein
C) Nur die Geschäftsführung muss geschult sein
D) KI-Kompetenz ist optional
Frage 11: Welche KI-Anwendung ist seit 2.2.2025 VERBOTEN?
A) Nutzung von ChatGPT für interne Dokumente
B) Social Scoring von Bürgern
C) Übersetzung mit DeepL
D) Audit-Berichte mit KI-Unterstützung
Frage 12: Wann muss ein Chatbot als KI gekennzeichnet werden?
A) Nur bei Hochrisiko-Systemen
B) Niemals
C) Wenn Nutzer mit ihm interagieren
D) Nur wenn er Fehler macht
Frage 13: Was bedeutet "Bestandsschutz" nach Art. 111?
A) Alle KI-Systeme sind für immer von der KI-VO befreit
B) KI-Systeme im Einsatz vor 2.8.2026 haben Übergangszeit
C) Nur Open-Source-KI hat Bestandsschutz
D) Bestandsschutz gibt es nicht
Frage 14: Welche Artikel gelten SOFORT, auch mit Bestandsschutz?
A) Nur Art. 4 (KI-Kompetenz)
B) Nur Art. 5 (Verbotene Praktiken)
C) Art. 4 (KI-Kompetenz) UND Art. 5 (Verbote)
D) Alle Artikel
Teil 3: Datenschutz & Urheberrecht
Frage 15: Welche Regel gilt für Dateneingabe in KI?
A) Alles ist erlaubt
B) Nichts ist erlaubt
C) FIRMA JA, PERSONEN NEIN, LIEFERANTEN PRAGMATISCH
D) Nur Zahlen sind erlaubt
Frage 16: Darf ich Personennamen von Audit-Interviewpartnern in ChatGPT eingeben?
A) Ja, immer
B) Ja, wenn es Geschäftsführer sind
C) Nein, niemals
D) Nur mit schriftlicher Einwilligung
Frage 17: Darf ich den Firmennamen des auditierten Unternehmens in KI eingeben?
A) Nein, niemals
B) Nur mit Vertrag
C) Ja, Firmennamen sind keine personenbezogenen Daten
D) Nur bei kleinen Firmen
Frage 18: Wie sollte ich Lieferantenbewertungen mit KI erstellen?
A) Alle Lieferantennamen direkt in KI eingeben
B) Template mit Platzhaltern erstellen, Kunde trägt Namen ein
C) Gar nicht, KI ist dafür ungeeignet
D) Nur die Lieferantennummern verwenden
Frage 19: Wie sollten Sie mit KI-generierten Texten umgehen?
A) 1:1 in Kundendokument kopieren
B) Substanziell überarbeiten und eigene Leistung einfügen
C) Als Zitat kennzeichnen
D) Nur für interne Zwecke nutzen
Teil 4: QM-Praxis
Frage 20: Was macht einen guten Prompt aus?
A) Möglichst kurz: "Mach mir einen Auditbericht"
B) Möglichst lang und kompliziert
C) Rolle, Aufgabe, Kontext, Format, Stil
D) Nur die Aufgabe nennen
Frage 21: Was ist beim Erstellen von Audit-Berichten mit KI ERLAUBT?
A) Struktur und Formulierungshilfen ohne sensible Details
B) Vollständiger Bericht mit allen Personennamen
C) Detaillierte Findings mit Geschäftsgeheimnissen
D) Automatische Zertifizierungsentscheidung
Frage 22: Wie sollten Sie bei QM-Handbüchern vorgehen?
A) KI erstellt alles, Sie kopieren 1:1
B) KI erstellt Struktur, Sie füllen mit Unternehmenskontext
C) Ganz ohne KI arbeiten
D) Nur die Überschriften von KI erstellen lassen
Teil 5: Qualitätssicherung
Frage 23: Was sind "Halluzinationen" bei KI?
A) Technische Fehler in der Software
B) Plausibel klingende, aber falsche Informationen
C) Absichtliche Lügen der KI
D) Zu kreative Antworten
Frage 24: Was bedeutet "Human-in-the-Loop"?
A) KI arbeitet vollautomatisch
B) Mensch muss immer prüfen und freigeben
C) KI fragt bei jedem Wort nach
D) Nur bei Fehlern eingreifen
Frage 25: Wer trägt die rechtliche Verantwortung für KI-generierte Dokumente?
A) Die KI (OpenAI, Anthropic)
B) Der Kunde
C) Niemand
D) Der Mensch, der das Dokument erstellt und freigibt